Galvanische Überzüge

Bei der galvanischen Beschichtung wird durch ein elektrolytisches Bad Strom geschickt. Am Pluspol (Anode) befindet sich das Metall, das aufgebracht werden soll (z. B. Zink oder Nickel), am Minuspol (Kathode) der zu beschichtende Gegenstand. Der elektrische Strom löst dabei Metallionen von der Verbrauchselektrode ab und lagert sie durch Reduktion auf der Ware ab. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmäßig mit Kupfer oder einem anderen Metall beschichtet. Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet und je höher der elektrische Strom ist, desto stärker wird die Metallschicht (z. B. Zinkschicht).

Abkürzungen Galvanische Überzüge

Tabelle 1: Überzugsmetall

Tabelle 2: Schichtdicke

Tabelle 3: Nachbehandlung und Passivieren durch Chromatieren

Hinweis

Wenn die Bauteilhärte über 320 HV bzw. die Zugfestigkeit Rm über 1.000 MPa liegt, ist eine Überprüfung des Herstellprozesses unter Anwendung einer Prüfung zur Erkennung von Wasserstoffversprödung durchzuführen. Generell sollte hier von einer galvanischen Beschichtung ganz abgesehen werden um die Gefahr eines Wasserstoffsprödbruches ausschließen zu können. 


Soll trotzdem eine galvanische Beschichtung aufgebracht werden, so müssen die Teile spätestens 4 Stunden nach der galvanischen Behandlung bei ca. 200°C und ca. 6 Stunden getempert werden. Durch die nachträgliche Wärmebehandlung wird das Risiko einer Wasserstoffversprödung vermindert, eine vollständige Beseitigung kann aber nicht garantiert werden.

Quellen:

DIN EN ISO 4042 - Verbindungselemente - Galvanische Überzüge


DIN EN ISO 15330 - Verbindungselemente - Verspannungsversuch zur Entdeckung von Wasserstoffversprödung - Verfahren mit parallelen Auflageflächen


DIN EN ISO 1456 - Metallische und andere anorganische Überzüge - Galvanische Überzüge aus Nickel, Nickel plus Chrom, Kupfer plus Nickel und Kupfer plus Nickel plus Chrom


http://de.wikipedia.org/wiki/Galvanotechnik (09.09.2011)

CONTACT US

Hohe Buche 13

97996 Niederstetten

FOLLOW US

© Copyright. All Rights Reserved.